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Menschenzentrierte KI – Impuls auf europäischer Ebene

Veröffentlicht am 20. Juli 2026 in

„Jede Technologie ist eine Übergangstechnologie – doch die Welle, die wir gerade reiten lernen, formt still den Reiter“, so unser KI-Experte Prof. Dr. Jörg Kopecz.

Im Juni 2026 eröffnete er als Impulsgeber die Auftaktsession „Quo vadis society?“ des Artikel-17-Dialogseminars der Europäischen Kommission in Brüssel. Sein Thema: Was bedeutet „menschenzentrierte KI“ wirklich – und warum kommt unsere Anpassungsfähigkeit der Technologie nicht hinterher?

Menschenzentrierte KI – Impuls auf europäischer Ebene

Ein stilisiertes Kopfprofil mit einem Fragezeichen symbolisiert ein Problem im Bereich Transformationsmanagement.
Problemschilderung / Ausgangslage
Die KI-Nutzung wächst schneller als die KI-Akzeptanz – die Adaptionslücke

Das Telefon brauchte rund 75 Jahre bis zu 100 Millionen Nutzern, das Internet 7 Jahre – ChatGPT 2 Monate. Während die Verbreitung von KI exponentiell beschleunigt, hinkt die menschliche Verarbeitung hinterher: 58 % der Beschäftigten weltweit nutzen KI inzwischen regelmäßig bei der Arbeit, zugleich geben 52 % an, dass KI sie nervös macht – Tendenz steigend.

Europa hat sich mit dem AI Act zu einer „menschenzentrierten“ KI verpflichtet. Doch das Gesetz lässt eine Vorfrage offen: Welches Menschenbild steht eigentlich im Zentrum? Genau diese Frage wollten die Veranstalter des Dialogseminars mit Vertretern aus Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft klären – und suchten dafür einen Impuls, der technologische, organisatorische und ethische Perspektiven verbindet.

Ein grünes Pfeildiagramm auf grauem Hintergrund symbolisiert den Loesungsweg im Transformationsmanagement.
Lösungsansatz / Vorgehensweise
Impuls „Mastering the Wave“: das Modell der zwei Uhren

Prof. Kopecz – ML-Experte mit Physik-Hintergrund und Theologe – entwickelte für den Impuls ein anschauliches Erklärungsmodell: Der Mensch trägt zwei Systeme mit sehr unterschiedlichen „Relaxationszeiten“ in sich. Das kognitive System passt sich schnell an – wir lernen neue Werkzeuge in Wochen. Das emotionale System braucht deutlich länger. Diese Lücke zwischen Kopf und Herz ist der blinde Fleck der europäischen KI-Politik.

Anhand aktueller Daten und eigener Erfahrung aus Transformationsprojekten übertrug er das Modell auf drei Handlungsfelder:

  • Arbeit: „Human Oversight“ nach Artikel 14 AI Act scheitert genau dort, wo die Kopf-Herz-Lücke am größten ist – Aufsicht braucht mehr als Kompetenz.
  • Bildung: KI-Kompetenz wird als kognitive Fähigkeit behandelt, obwohl Adaption auch affektive Integration verlangt.
  • Demokratie: Desinformation greift nicht unser Denken an, sondern das langsamere emotionale System – die Adaptionslücke ist die Angriffsfläche.

Drei Leitfragen strukturierten anschließend die Diskussion – u. a.: Kann „menschliche Aufsicht“ Würde tragen, oder nur ihren Anschein, wenn wir die Lücke zwischen unseren beiden Uhren ignorieren?

Ein grünes Kopf-Symbol mit Glühbirne symbolisiert Innovation und Nutzen durch Transformationsmanagement.
Nutzen für den Kunden
Orientierung für Politik – und ein Prüfstein für jede KI-Einführung

Die Teilnehmer erhielten einen gemeinsamen Bezugsrahmen, der die abstrakte Formel „menschenzentrierte KI“ diskutierbar macht – und Europa eine realistische Rolle zuweist: nicht das größte Modell zu bauen, sondern bei der menschengerechten Einführung von KI weltweit führend zu werden.

Für Unternehmen ist das Modell unmittelbar anwendbar: KI-Transformationen scheitern selten am Werkzeug, sondern an der nicht eingeplanten emotionalen Adaption. Wer Rollen, Erwartungen und Ängste von Beginn an adressiert, schließt die Adaptionslücke – und macht aus Nutzung echte Akzeptanz. Genau dabei unterstützen wir Sie: von der Ausgangsanalyse bis zur Begleitung Ihrer KI-Einführung.

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